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Ab dem ersten Tag des neuen Jahres beginne ich normalerweise wieder mit dem Konditionstraining, dies um meinen Körper für die Rennen fit zuhalten. Leider hatte ich, wie auch in den vergangenen Jahren, nicht soviel Zeit dafür, wie ich mir wünschte. Eine Messe jagte die andere und dazu kamen noch Präsentationen für das neue Team. Dieses Jahr habe ich in den Wintermonaten auch mehr Zeit als sonst in Italien verbracht, um mich auf meine Crew einzustellen und die neue Mannschaft kennen zu lernen.
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Zwei Tage später in Estoril finden wir leider die gleichen schlechten
Bedingungen vor. Die ganze iberische Halbinsel war von einer Schlechtwetterfront
aufgesucht, in Deutschland schien die Sonne!
Verrückte Welt im Februar. Ich hatte große Probleme mit der
Abstimmung meines Hinterrades, denn ich konnte einfach nichts davon fühlen.
Die "Rückmeldung" fehlte, die man benötigt, um ein
Motorrad im Grenzbereich zu bewegen. Nach diesen Testtagen in Portugal
haben wir ungefähr eine Vorstellung, in welche Richtung wir am Fahrwerk
weiterarbeiten müssen. Nun war es die Aufgabe des Teams, die entsprechend
gewünschten Änderungen vorzunehmen und die Teile wurden bei
Aprilia geordert.
Wir setzten deshalb einen weiteren Test am 12. und 13. März an, in Valencia. Für alle ist klar, die letzten beiden Testtage beginnen vor der Abreise zum ersten WM- Lauf nach Japan. Das Wetter ist gut und wir haben Gelegenheit viele Runden unter gleichen Bedingungen zu fahren.
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Aber dennoch: Ich bin für den ersten Grand Prix in Suzuka/
Japan optimistisch. Es war bisher immer so, d.h
. normalerweise kann
ich im ersten Rennen einiges kompensieren! So war ich in den letzten drei
Jahren immer vorn dabei, wenn die Ampel zum ersten Grand Prix auf Grün
schaltete. Und letztes Jahr hätte ich unter normalen Bedingungen
das Ding gewonnen, was vorher damals keiner für möglich gehalten
hat. Dies ist Motivation genug. Tests sind die eine Sache, im Rennen gibt
es Chancen. Wir versuchen natürlich auch in den freien Trainings
in Japan noch einiges, was wir noch nicht testen konnten zu probieren,
und wenn möglich die bestellten Fahrwerksteile einzusetzen.
Also nun wird es ernst. Die rennfreie Zeit ist wieder vorbei und
ich hoffe Ihr schaut Euch die Rennen live im TV an.
Auch wenn Ihr um vier
Uhr aufstehen müsst um meinen Start in Suzuka live zu verfolgen,
seit bitte dabei und drückt mir kräftig die Daumen!
Und online, über www.raceoffice.com, wird mein Rennbüro Euch,
beginnend aus Japan, über die gesamte Saison aktuell informieren.
Euer Steve Jenkner