Vor der Abreise nach Le Mans stellte sich Steve den Fragen des neuen Internetportals GPWelt.com


 
Die Nummer 21 ist neu, sein Ehrgeiz geblieben
©WWR
 
   

Steve, nach dem ersten Rennen haben Sie gesagt, es wäre nicht mehr in der Maschine drin gewesen. In Spanien dann der zweite Platz. Hat der Regen geholfen oder haben Sie die entscheidenden Verbesserungen an der Maschine gefunden?
Der Regen hat uns sicher geholfen aber wir sind auch mit unserem trocken Setup einen Schritt weiter gekommen.

Nach zwei Rennen sind Sie Zweiter in der Weltmeisterschaft. Wie groß sehen Sie ihre Chancen in diesem Jahr den Titel zu holen?
Die Chance besteht in jedem Fall, wie groß diese ist, werden wir aufgrund der hohen Leistungsdichte erst ca. 3 Rennen vor dem Saisonende wissen.

Wie gut verstehen Sie sich mit ihrem Teamkollegen? Tauschen Sie Informationen aus oder sehen Sie in Simoncelli nun einen ernsthaften Konkurrenten?
Wir verstehen uns gut und tauschen auch für uns beide nützliche Informationen aus. Im Rennen sind wir natürlich Konkurrenten.

 
  Steve Jenkner zu Besuch bei der IDM am Sachsenring
© Raceoffice
   

Was haben Sie vor, sollten Sie dieses Jahr den Titel holen?
Durch das neue Alterslimit würde ich in jedem Fall versuchen einen guten Platz in der 250 ccm Klasse zu bekommen.

Sie haben ja bereits angekündigt nächste Saison vielleicht in die 250er zu wechseln. Wie konkret ist dieser Wechsel bereits?
Bis jetzt zählt nur 2004. Und ich verwende meine ganze Konzentration auf meine Rennen. Im Herbst werden dann die Weichen für 2005 gestellt.

Wäre ein Engagement bei den 250ern oder in der MotoGP interessant für Sie?
Natürlich, nur jetzt ist es zu früh sich Plänen zu unterwerfen

Wie wichtig ist die Familie für Sie? Könnten Sie sich vorstellen beim Erreichen der Altergrenze aufzuhören und sich nur noch um Ihren Sohn Moritz und Ihre Freundin Mandy zu kümmern?
Meine Familie ist mir sehr wichtig aber ich fühle mich mit 27 noch nicht bereit den Rennsport aufzugeben. Ich glaube ich bin ins beste Alter gekommen um erfolgreich Rennen zu fahren, da denkt man nicht ans Aufhören.

Haben Sie sich schon Gedanken über die „Zeit danach“ gemacht oder liegt diese – hoffentlich – noch weit in der Zukunft?
Auch dafür gibt es noch keine konkreten Pläne.

Der Motorrad-Boom beim Rennen am Sachsenring ist ungebrochen: Doch wird der Funke – auch durch die größere Berichterstattung in den Medien – auch auf den Rest Deutschlands überspringen und vor allem die TV-Zuschauer begeistern können?
Das hängt in allererster Linie von den Erfolgen der einheimischen Fahrer ab. Kommt der Erfolg, wird das Interesse steigen.


 
Die Rodeo-Szene von Jerez geht in die Geschichte ein
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Spannung gibt es in allen drei Klassen auf alle Fälle genug. Auf wen sollten unsere Leser bei unserem demnächst startenden gpwelt.com & Schumann Reisen Tippspiel neben Steve Jenkner setzen?
Das sollten wir doch lieber den Fans überlassen. Ich glaube jeder hat da seine persönlichen Favoriten.

Valentino Rossi durfte zuletzt einen F1-Boliden von Ferrari testen, würden Sie auch gerne einmal einen solchen Rennwagen über die Piste jagen?
Das wäre sicherlich sehr spannend obwohl ich sonst nicht unbedingt ein begeisterter Autofahrer bin.


Mit dem Schumann-Reisebus hat es im letzten Jahr in Barcelona ja schon ganz gut geklappt...
Ja, die Erfahrung mit einem voll besetzen Reisebus über die Rennstrecke zu fahren fehlte mir noch. Es hat viel Spaß gemacht. An den Rundenzeiten werde ich noch arbeiten.

Sie und Ihr Fan Club betreuen Ihre Fans vorbildlich. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Anhänger und wie groß ist der Erwartungsdruck – vor allem beim Heim Grand Prix auf dem Sachsenring?
Unser Sport lebt in erster Linie von den Fans und es ist eine grauenhafte Vorstellung vor leeren Rängen zu fahren. Leider gibt es immer weniger Möglichkeiten die Grand Prix-Fahrer zu treffen aber ich denke mit dem Fanclub ist ein erster Schritt gemacht interessierten Fans näher zu sein. Beim Heim Grand Prix lastet natürlich ein hoher Druck auf mir doch auch dort muss ich mich auf meine Arbeit konzentrieren und das bestmögliche Resultat erzielen. Abgerechnet wird nun mal nach 16 Rennen.

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