Steve in Malaysia: Das Racing in der Sauna



 
Ankunft Airport Kuala Lumpur
 


 
In Motegi/JPN hat Steve Jenkner nach seiner Sommer-Pechsträhne alles riskiert um an die Weltspitze wieder anzuklopfen. Und dies mit Platz 5 erfolgreich! Seine sportliche Tour geht weiter nach Malaysia. 1997 schwebte der Sachse zu seinem ersten Motorrad GP Rennen als permanenter Starter hier in Kuala Lumpur ein.

Und damals war es wie heute, die Flughafentür geht auf und ein unbeschreiblicher Hitzeschlag schlägt einem ins Gesicht.


Der erste Blick, Tür auf - 40 Grad - Airport Kuala Lumpur


Aber nicht nur die Hitze beeindruckt! In nur 130 Jahren ist Kuala Lumpur vom NICHTS zu einer supermodernen Stadt mit gut über einer Million Leuten gewachsen. Nach unserer Meinung steht auch hier in Sepang die modernste Rennstrecke der Welt, obwohl sich mit diesem Titel ja einige Kurse (sogar in Deutschland) schmücken. Wer die Anlage hier gesehen hat, diese traumhafte Architektur, wird uns da nur zustimmen können. Hier gibt es weltweit die breiteste durchgängige GP-Piste, ein Albtraum hier eine der vielen möglichen Ideallinien zu finden.



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Sepang
   
Sepang Circuit - Die Tribünenbauten sind ein statisches Meisterwerk

Unter diesen Dachkonstruktionen fühlt man sich selbst bei 40 Grad im Schatten wohl, d.h. als Zuschauer. Für Steve, der in der Hitze und ohne Schatten auf der Piste arbeiten muss, sieht dies schon anders aus. Denn hier geht es für alle Fahrer an die Grenze der Belastungsmöglichkeiten des Kreislaufs.

Wer nicht absolut fit anreist, muss in den Trainings zwischendurch raus fahren, d.h. sich abkühlen. Es gab wohl keinen GP-Piloten der hier noch nicht außer Plan sein Visier mal kurz aufgerissen hat, um frische Luft zu tanken. 1997 taumelte Steve nach den ersten GP-Trainingsrunden benommen in die Box, der Hitzeschlag verfehlte ihn nur knapp. Heute ist der Sachse hier weniger anfällig, denn Jenkner hat seinen Körper über die Jahre in einen Top-Zustand für derartige Rennen hoch trainiert. Aber die Kleinigkeiten entscheiden! Wer einen leichten Schupfen hat, weil er im Flugzeug die Klimaanlage unterschätzte, verspielt sein konditionelles Aufbautraining so über Nacht. Eine Erfahrung, die auch Steve im Vorjahr machen musste.

Und was fällt uns ein um diese Hitzeschlacht erlebbar zu machen? Eigentlich nichts, aber…


Die RaceFans könnten den Malaysia GP nicht nur auf Eurosport live erleben. Tipp: Bitte steht Sonntag (12.10.) zum Rennen zeitig auf, stellt den Fernseher ins Bad, lasst Euch eine Wannenfüllung mit 40 Grad rein, dreht alle Heizungen voll auf und rast mit der Kiste gedanklich 45 Minuten und 200 km/h schnell durch die Treppengeländer Eures Hauses. Und vergesst nicht die Pudelmütze (Helm), …sowie Euch auch stetig umzudrehen wo der Nachbar gerade ist. Mit dem Zieleinlauf zieht Ihr den Wannenstöpsel, macht das Fenster auf und holt aus dem Kühlschrank ein Bier. So erhaltet Ihr einen simulierten und geilen Renneindruck vom Sauna-Racing in Sepang.



Kuala Lumpur
 






 
Ein Märchen aus tausend und einer Nacht, Kuala Lumpur

Wer dann dieses Badewannenrennen mit Erfolg überlebt hat, vielleicht noch auf dem Podium stand, wird in der Nacht vor seiner Weiterreise zum nächsten GP nach Australien durch die City der Hauptstadt spazieren und zum Fazit kommen, "dass die Rennen in der Sauna echt cool sind".
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